Copyright 2007-2012
Built with Indexhibit


Eine Gruppe aus Schweizer PolitikerInnen, Journalisten und TouristInnen begibt sich im Rahmen einer von Kuoni Travel und Green Cross organisierten Reise in die atomverseuchte Sperrzone von Tschernobyl. Dort besuchen sie Betroffene, werden mit einem Willkommensgruss von der Stadtverwaltung empfangen, wohnen einer Trauerzeremonie zum 25. Jahrestag der Havarie bei und begeben sich auf einen Ausflug in die „Geisterstadt“ Prypjat. 5 Tage lang begleitet und befragt die Regisseurin die Reisenden auf ihrer Tour und konzentriert sich dabei auf deren persönlichen Wahrnehmungen, ihre Wünsche, Ängste und Erkenntnisse.


Der Film wurde mit einem iPhone gedreht. Dieses technische Equipment ermöglichte es der Regisseurin, sich als ein „normales“ Reisemitglied unter die Reisenden zu mischen.


Statement der Regisseurin:
„Ich bin 1976 in Kiew geboren und kann mich – damals neunjährig – heute noch in allen Einzelheiten an die Ereignisse des 26. April 1986 erinnern, die die Geschichte meiner Familie so einschneidend geprägt haben. Als ich zum ersten Mal von den touristischen Ausflügen nach Tschernobyl erfuhr, hat es mich sofort gereizt – in einer Mischung aus einer gewissen Neugierde einer Aktionskünstlerin und der Erinnerung an die Furcht der unmittelbar Involvierten – eine solche Tour aus der Perspektive der Reiseteilnehmenden zu dokumentieren und der Frage nachzugehen, warum sie sich über jegliche gesundheitliche und moralische Bedenken hinwegsetzen und einen relativ hohen finanziellen Aufwand nicht scheuen, um sich aus freien Stücken an einen Ort zu begeben, aus dem Menschen, die es nur irgendwie konnten, in panischer Angst geflohen sind.“